Mittwoch, 17. Oktober 2012

Esterházy

...oder wie mich eine ungarische Adelsfamilie einen ganzen Nachmittag beschäftigt hat.
In der k.u.k. Monarchie wurden ja schon gerne mal bestimmte Backwerke nach manchem Aristokraten benannt.
Jedenfalls verführte mich das Bild einer Esterházy Schnitte in einem Sarah Wiener Backbuch.
Es klang auch nicht soooo aufwändig.



Flugs ein Nussbaiser hergestellt aus
200 Gramm gemahlenen Haselnusskernen,
7 steifgeschlagenen Eiweissen
1 TL Zimt und
200 Gramm Zucker.
Auf zwei mit Backpapier ausgelegte Backbleche streichen.
Nacheinander im  200 °C heissen Backofen backen, bis er zart gebräunt ist.
Frau Wiener sagt, das dauere 15 Minuten....ich sage 20.
Herausnehmen, etwas abkühlen lassen, und dann feststellen, dass man das Papier noch zusätzlich hätte fetten können, denn man soll es vom äusserst fragilen Biskuit abziehen.....was leidlich funktioniert.
Nun die Buttercreme herstellen:
250 Gramm weiche Butter mit
100 Gramm Puderzucker und dem ausgekratzten Mark einer Vanilleschote cremig rühren. Am Besten geht das in der Küchenmaschine. Warten, bis Sie schön fluffig und fast weiss aussieht. Dann nacheinander
2 Eigelb 
 dazugeben.
Nun entscheiden, mit wievielen Böden man sich rumplagen will, die Wiener machts mit 6, ich blieb bei 4. Die Böden also in gleichgrosse Quadrate schneiden. Die Teile, die nicht vom Papier abgingen, irgendwie dazwischenschummeln. Ein Drittel der Creme abteilen, den Rest gleichmässig zwischen den Böden verteilen.
50 Gramm Aprikosenmarmelade erwärmen und auf die oberste Biskuitschicht streichen.
Da sollen jetzt noch geröstete Mandelblättchen drauf, aber da hatte ich überhaupt keine Lust mehr dazu.
Jetzt kommt eine Puderzuckerglasur obenauf, und die hat mich schier um den Verstand gebracht.
120 Gramm Puderzucker mit einem Eiweiss und einem halben Esslöffel Zitronensaft vermischen.
Und dann  auf den Kuchen geben, und hernach den Rand mit der restlichen Buttercreme verzieren.
Soweit, so gut. Die Glasur hielt nicht auf dem Kuchen. So gaaaaaar nicht.
Zweite, dickere Glasur gemacht.
Hielt nicht.
Ja, l...mich doch a...A.....
Dann halt nicht. Dann verzichtete ich aber auch auf die übliche, hübsche Schokoverzierung obenauf.
Ich hatte keine Lust mehr, ich mag nicht an Kuchen rumbasteln.
Kühl stellen. Sich, und den Kuchen auch.
Und dann das vorläufige Fazit:
VIEL ZU SÜSS!
Ich bin ja echt ein Süssmaul, aber das ist einfach zu süss. Der Freund meiner Tochter hat das Ding in 2 Tagen alleine (!!!!! ...in dem Alter hat man noch einen Stoffwechsel) aufgegessen, ich habe mal ein Gäbelchen zwischendurch genommen.



Endgültiges Fazit: Der Freund der Tochter bekommt so ein Teil zum Geburtstag, aber in der Springform gebacken, und die Buttercreme muss leichter und weniger süss sein. Und ich kaufe Fondant ( Idee von Martin, Danke!)