Sonntag, 15. Januar 2017

Wenn Bine "flaumig" schreibt, bin ich eigentlich bereits auf dem Weg zur Küchenmaschine.
Ihren Blog mag ich gerne, ihr Gebäck ist köstlich, und bei den Beschreibungen muss ich immer  kichern, weil sie mit den Schüsseln und den Rührbesen genauso vorgeht wie ich. Immer schön das Eiweiss zuerst schlagen, damit man nicht zig Schüsseln braucht, logitisch und taktisch klug backen.
Ihr Topfengugelhupf ist.......naja....Flaumig halt. Einfach ein Träumchen.
Zum Rezept gehts hier entlang, ich  habs einzueins kopiert und ausnahmsweise mal gar nix geändert.


 Bei uns wurde Marmelade dazu gereicht.....selbergemachte, logo ;-)
Bine, danke.....bis zum nächsten Gebäck ;-)


Donnerstag, 5. Januar 2017

Köstlich cremige Burrata


Na? Feiertage gut überstanden? Lust auf leichte, fleischlose Küche? Ich auch :-)

Burrata ist eine Mozarella Sonderform aus Kuhmilch. Das Wort bedeutet übersetzt "gebuttert", und so sahnig und cremig wie sich das jetzt anhört, ist es auch.
Ich mag sie zu allem, Nudeln, Pizza, Tomaten, pur....oder, wie hier, zu feinem Gemüse.
Hier habe ich Schalotten in Butter angeschwitzt, klein gewürfelte Pastinaken hinzugegeben, sowie Möhrenwürfelchen. Bissfest gegart, das dauert bei so kleinen Stückchen nicht lange. Salzen, pfeffern, fertig.
Übrigens: Wenn Ihr Gemüse geschnitten etwas zuckert, und eine gewisse Zeit stehenlasst, gart diese bereits vor, ohne erhitzt werden zu müssen. Die anschliessende Garzeit verkürzt sich dadurch. 
Währendessen Balsamicoessig mit der gleichen Menge Honig aufkochen, bis er dickflüssig wird.
Das Gemüse mit Ringen als Türmchen aufbrezeln, etwas Kresse garnieren, Sosse dazu, und schlussendlich die Burrata einschneiden....pfeffern und geniessen. Die Burrata ist kalt, das Gemüse lauwarm.....probiert es undbedingt aus!



Montag, 26. Dezember 2016

Was vom Jahre übrig blieb....


....oder auch: Don´t think big, think small.
Ich bin kein Fan von Weihnachten, und Silvester ist mir regelrecht ein Gräuel.
Aber da muss man nunmal durch, was hilfts. Und manchmal tut innehalten und rückblicken ja auch ganz gut.
Den Winter nutze ich, seit die Kinder aus dem Haus sind, um sooft ich kann,  in die Ferne zu schweifen, in der ordentlich die Sonne scheint.

Deswegen hab ich laaaaang nix mehr hören lassen von mir.

Aber ich lebe, ich denke, ich esse.
Und ich wünsche Euch in dieser tageslichtarmen Zeit viel Muße, ein gerüttelt Maß an Ruhe und allem vorweg: Frieden. 
Und zwar in Euch, in Euren Familien, mit Euren Freunden. Wenns im Kleinen klappt, dann muss es eigentlich auch irgendwann wieder im Großen, so Gott will, oder Inshalla, hinhauen.

Rückblickend war 2016 für mich okay. Hatte seine Tiefen, und hatte Höhen.

Wir haben ein paar grossartige Künstler und musikalische Wegbegleiter verloren, Erdogan macht Sachen in der Türkei, und nimmt mir damit eines meiner Lieblingsreiseländer weg, und nach Amerika zieht mich auch nichts mehr. Ich war noch nie dort, und es wird jetzt erstmal nix.

Kulinarisch betrachtet waren der Besuch bei Christian in Rothenburg und bei Lucki im Stoi 
meine absoluten Highlights. Events habe ich selber keine veranstaltet, dafür war ordentlich Theater als meine Tochter beim perfekten Dinner mitgemacht hat.
Ich habe dieses Jahr sehr wenig Fleisch gegessen, dafür über jedes vernünftige Maß heisses Ingwerwasser getrunken, ich habe meinen Marzipankartoffelkonsum eingeschränkt und dafür Neles Pralinen inhaliert, wenn ich die Möglichkeit dazu hatte.
Ich habe gebacken und gekocht, und mich einmal selber ausgelacht, weil ich ein Uwe-Türmchen bauen wollte.....das Rezept verblogge ich noch, für die Optik ist dann ja zum Glück jeder selber verantwortlich.
Fürs neue Jahr wünsche ich uns Allen Gesundheit, und genug Menschverstand, um eventuell im Kleinen die Welt zu einem besseren Ort zu machen.
Und wenns nur mit Hühnerbrühe für den kranken Freund ist.
In diesem Sinne, bis bald, wir sehen uns in der Küche ;-)



 

Dienstag, 22. November 2016

Alles Käse.....


Dieser Käse geisterte jüngst durch Facebook. Ich kam gar nicht ums Nachmachen drumrum....sosehr wie ich warmen Käse liebe. 
Die Herstellung ist denkbar einfach, wenn man, wie ich, fertigen Blätterteig verwendet.
Los gehts mit einer grossen Kartoffel, die bissfest gekocht in Scheiben geschnitten wird ( ich hatte noch eine vom Vortag über).
Eine Zwiebel wird fein gewürfelt und in etwas Öl hübsch gar geschmurgelt.
Salzen, zuckern, pfeffern.
Nun den 300 Gramm schweren Camembert als Schablone verwenden, in die Mitte des Blätterteiges setzen, und drumrum so einschneiden, dass man die entstehenden Teiglappen oben zusammenführen kann. Ich habe den Teig wie eine Blume zurechtgeschnitten.
Auf den Blätterteig, also später unter den Camembert kommen nun die Kartoffelscheiben. Der Camembert wird quer aufgeschnitten und mit der Zwiebelmasse gefüllt. Auf die Kartoffeln setzen und mit Teig umhüllen.
In den vorgeheizten Ofen bei 200 Grad backen. Auf Sicht backen, wenn der Teig schön rösch ist, ist der Käse weich.
Dazu ein feiner Salat, mehr brauchts nicht. 
Ich hab Broccoli Püree dazu serviert, der Broccoli musste weg. Ein paar Scheiben Quitten in Butter geschmort....auch köstlich. 
Beim nächsten Mal möchte ich irgendwas mit Birne dazu machen.....
Nachmachen unbedingt empfohlen!!!

Freitag, 11. November 2016

In eigener Sache: Essen wird total über...äh...unterbewertet.

Hä?
Ja genau. Ich weiss selber noch nicht, wohin dieser Text führen wird, aber irgendwas will raus, und dafür eignet sich ja ein Web-Logbuch hervorragend, n´est-ce pas?
Jüngst verfolgte ich überrascht, aber auch durchaus schockiert, wie sich der Blogbeitrag einer mir bekannten, und sehr geschätzten Bloggerin in Millisekunden zum Kampf zwischen zwei Ernährungs-Lagern auswuchs. Und zwar derart, dass ich schon dachte, die Klingonen wären aus Kronos aufgebrochen, um in Mittelerde den Orks das Kriegsbeil an die ledrige Stirn zu werfen.
Sind denn alle verrückt geworden?
Seit wann hat denn Nahrung diesen Stellenwert bekommen?
Wir definieren uns über das, was wir essen, als ginge es nicht um eine Notwendigkeit, sondern um eine Religion. Und viele Mitwirkende treten als Ernährungs-Fundamentalisten auf. Wer ein bisschen umsichtig ist, hat mitbekommen, dass der Fleischkonsum einen schlimmen Tribut fordern kann.
Massentierhaltung mit all ihren abscheulichen Begleitern wie Umweltverschmutzung in Form von Gas und Gülle, Ausbeutung der Drittwelt-und Schwellenländer, die Liste ist fast endlos, und das Leid der eingepferchten, dahinsiechenden Viecher ist ein Verbrechen an der Schöpfung.
Seit wann haben denn Tiere diesen Stellenwert erhalten?
Haben wir noch alle Nadeln am Baum? Hackfleich zu 2.99€ das Kilo? Wie soll das denn funktionieren können? Jeden Tag Fleisch? Wozu?
Okay, zurück zum Blogbeitrag der Mit-Bloggerin. Da wurde ein leckeres Huhn präsentiert, es war vom Bio-Bauern in ihrer Nachbarschaft. Und eigentlich sollte damit die Geschichte fertig erzählt sein. Jetzt siehts dem Einen zu trocken aus, dem Anderen überhaupt nicht, es wird ein bisschen über die Kombination diskutiert....und dann gehts direkt los. Ein gutes Dutzend Veganer nimmt Anlauf und spricht , nein, leider nicht klingonisch, denn dann hätte man den Quatsch nicht verstehen können, sondern spricht sein Urteil.
Klingonisch wäre ein Segen gewesen. Denn eine Diskussion, oder eine Anregung gar selber über Veganismus nachzudenken, kommt bestimmt bei Carnivoren nicht auf, wenn auf unterstem Stammtisch Niveau einfach nur über jeden Kommentar hinweggerotzt wird.
Ja, ein Tier wurde getötet, zubereitet und *huch* gegessen. Und wenn das nicht das täglich passiert, sondern eben, wenn der Bauer schlachet, dann ist das für einen Omnivoren ein gute Sache und schadet der Umwelt kein bisschen. Und dem Bauern auch nicht. Dem Huhn schon, hoffen wir, es hatte zuvor ein nettes Hühnerleben mit Würmer picken, fortpflanzen und Eierlegen.
Denn ein gut gehaltener Hof mit einer Vielfalt an Tieren ist das Beste, was den Äckern passieren kann. Grasland und Weidetier gehören nach Mitteleuropa. Wenn wir nur noch Getreide anbauten und allesamt Veganer würden, würde der Planet auch abkippen. Das ist nämlich nicht realisierbar. Vegan ist nicht gleich nachhaltig.
Das soll aber keineswegs heissen, dass der Fleischkonsum nicht unbedingt reduziert werden muss, das muss er nämlich, und zwar pronto! Was da mit den Tieren passiert, und unser Umgang mit Lebensmitteln geht gar nicht!
Falls jetzt wieder gedanklich die"TeuerEierMilchHonigKäseFleischkannichmirnichtleisten" Karte gezogen wird: Ich schmetter Euch ein: Glaub ich nicht! entgegen. Niemand muss jeden Tag ein Wurstbrot essen plus Frühstücks-Ei plus 3x Milchkaffee plus Fleischpflänzle am Abend, belegt mit Käse. Wer sich ein bisschen an das saisonale Angebot hält, sich Zeit nimmt zum Einkaufen, der gut kochen kann...der kommt auch mit schmalem Geldbeutel klar. Es mag Ausnahmen geben. Die würde der Planet dann auch verkraften müssen.
Wie oft aber höre ich dieses Argument von Leuten, die ohne zu Zögern eine Schachtel Zigaretten am Tag rauchen und sich wochenends in den Clubs die Longdrinks für 10€ aufwärts schmecken lassen.
Kartoffeln sind übrigens lecker, vielfältig, günstig und "von hier". Nur mal so.
Worauf will ich hinaus....oder gibts hier ein Fazit.....? Jein.
Ich hab keins. Weil ich selber für mich einfach versuche, mich bewusst und gesund und fair zu ernähren. Ich bin in der glücklichen Lage, mir das leisten zu können, würde aber auch durchaus auf andere Dinge verzichten, um weiterhin Eier aus der Nachbarschaft, Honig vom Imker und Fleisch vom Lieblingsmetzger zu kaufen. Und guten Joghurt und Butter und Käse aus der Sennerei.
Und ich wünschte, es würde einen freundlichen Austausch zwischen Allesessern, Vegetariern, Veganern geben können, auf einer sachlichen Ebene. Und Weltfrieden. Dieses Rumgetrolle bewirkt nämlich nur, dass mir einige Vetreter der selbsternannten Ernährungsreligion einfach unsäglich unsympathisch werden. Und das dient doch der Sache kein bisschen.
Das Huhn sah fein aus, liebe Petra, ich hätte es gerne mit Dir verspeist.